Es ist elf. Und ich habe keine Ahnung wo ich beginnen soll. Das Ganze fühlt sich ein wenig an, als würde man im halbwarmen Sommer an einem mit Sicherheit nichtwarmen See stehen und hoffen, dass der Sprung ins eiskalte Wasser einem nicht die Eier abfriert. Ich zucke mental die Schultern. Die genaue Aufgabenstellung unseres Dozenten ist inzwischen in meinem synaptischen Datennirvana versunken, ich erinnere mich nur noch an 11 Uhr, und dass wir dann etwas tun sollten, also tue ich das hier, weil alles andere, was ich sonst tun könnte, nicht viel mit der Zielsetzung einer Schreibwerkstatt zu tun hätte oder auch nicht viel Sinn machen würde. Aber darum geht es ja letztendlich mehr oder weniger... also um das Gegenteil.
Ich höre Musik die mein melancholisches Verlangen nach einem Geisteszustand ausdrückt, der meines Wissens nicht dauerhaft zu erreichen ist, meine Freundin liefert im Hintergrund mit ihrem Tastaturstakkato einen speziellen zusätzlichen Rhythmus. Ich habe mir Fotos meiner wahrscheinlich zukünftigen Schwägerin angeschaut, habe gesehen wie mein Bruder dreißig wurde, gesehen wie meine Familie Weihnachten feierte, als ich nicht mehr dabei war und einen ungefähren Eindruck bekommen unter welchen Umständen meine Großmutter ein paar Jahrzehnte
vor ihrer Erlösung gelebt hatte. Anderes Lied, anderes Szenario. Das Gefühl changiert. Ich beobachte Männer in einer Szenerie, deren balzhaftes Geschick ungefähr dem eines Nilpferdes im Tûtû entpricht. Jetzt wollte ich besonders pointiert schreiben. Ich wechsle die Musik auf der Suche nach Inspiration.
Es dauert ein wenig.
Ich sitze mit krummen Rücken hier, ich achte zu selten auf meine Körperhaltung. Ich strecke mich, Spannung baut sich auf. Ich warte. Ein Vogel schreit. Ein komischer Vogel zugegebenermaßen, aber das ist egal, denn ich kann schreiben, was ich will. Ich könnte das hier vorführen, aber das interessiert mich nicht und ist Kinderkram. Also lass ich es. Mein Rücken will sich wieder krümmen. Die Spannung steigt. Er fängt an zu singen. Es fühlt sich erschreckenderweise so an, als würde er meine Gefühle singen und das macht mir Angst und es gibt mir Geborgenheit. Warum erkläre ich nicht, das ist zu persönlich.
Ich mache eine kleine Pause. Ich zeige ihr die Fotos vom Hexenhaus. Ich behalte das Gefühl, weil es nicht schwer ist, denn ich bin es.
Kurz zurückgespult. Ich sehe Pixel auf meinem Zweitmonitor. Nun okay, man sieht immer Pixel auf seinem Monitor, aber ich meine, ich kann die einzelnen deutlich erkennen. Das liegt an der niedrigen Auflösung. Ich bin stolz, ich glänze mit meinem großartigen, technischen Verständnis. Das Bedürfnis Zitate zu werfen überfällt mich. I am Jack's smirking revenge.
Genauso wie ich gerne englische Zitate einwerfen würde und für einen Moment frage ich mich, warum ich auf meine Zuhörer die Rücksicht nehme, meine Englischkenntnisse stießen in einem anderen Kurs auf wenig Gegenliebe. I could do it anyway. It'd be a real showoff, an arrogant bastard maybe. Some of them would maybe stop listening, I'd be enraging my teacher and maybe some would even understand some bits... maybe everything. I'd be pronouncing it all my way. Spell it the way it would make it difficult for them to figure all the words out. And then poderia cambiar la lengua a español. Poderia escribir y leer todo esto y deberia bastante dificil para los otros entenderme. Como siempre. Como me gusta. You give them something very special of you, something to chew on. Something encoded, encrypted. Und wer es kaut und schluckt, verdaut und lächelt und dich mag, der teilt mit dir den Tag.
I am a plush giraffe called Ambro Velazquez. Women want me in their beds and men envy certain extremely long and thick parts of my body. You never thought about having sexual intercourse with your favorite plush pet? You'd better...
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